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Kurt Lewin

Biografie

Studium

Portrait von Kurt Lewin

Ab 1909 studierte Kurt Lewin zunächst in Freiburg Medizin, setzte sein Studium später in München und Berlin fort und widmete sich dabei auch Biologie, Psychologie und Philosophie. Ursprünglich strebte er an, Landarzt zu werden. Im dritten Semester an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin änderte er jedoch seine Pläne und entschied sich, Wissenschaftler zu werden.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 unterbrach seine Studienpläne. Kurt Lewin meldete sich freiwillig zum Dienst in der deutschen Armee, obwohl er jüdischer Herkunft war. Dies war zu dieser Zeit noch nicht ungewöhnlich, da viele jüdische Deutsche damals mit der Hoffnung kämpften, gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichstellung zu fördern.

Während des Krieges zog er sich 1918 eine schwere Kriegsverletzung zu und wurde daraufhin ins Lazarett eingeliefert. Für seine Verdienste im Krieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Trotz der Umstände arbeitete Lewin wissenschaftlich weiter, wann immer es möglich war. Aufgrund der Kriegsunterbrechung konnte er seine Promotion erst 1916 abschließen. Seine Dissertation befasste sich mit grundlegenden Aspekten der Assoziationstheorie.

Nach Kriegsende im Jahr 1919 kehrte Lewin zur Wissenschaft zurück, schwer gezeichnet von den Erfahrungen des Krieges und der Verletzung. Diese Erlebnisse prägten später auch seine wissenschaftlichen Arbeiten über Gruppendynamik und menschliches Verhalten.

andere Psychologen


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